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Über 1,7 ha großes Grundstück, bebaut mit stillgelegter Sendeanlage der NVA

Anlage 1 zum notariellen Grundstückskaufvertrag

Startpreis 5.000 EUR
Objekt-Daten Beendet
Dokumente
Auktions-ID 302-0001
Standort Deutsche Internet Immobilien Auktionen
Immobilienart Sonstige
Adresse Siedlerstraße
15306 Lindendorf OT Dolgelin
Bundesland Brandenburg
Land Deutschland
Grundstücksgröße 17.552 m², lt. Grundbuchangaben.
Baujahr Ende der 70-iger Jahre, lt. Angabe des Veräußerers.
Grundbuch
Amtsgericht Frankfurt (Oder) von Dolgelin, Blatt 301, Flur 3, Flurstück 172
und Amtsgericht Frankfurt (Oder) von Dolgelin, Blatt 302, Flur 3, Flurstück 175
und Amtsgericht Frankfurt (Oder) von Dolgelin, Blatt 344, Flur 3, Flurstück 177
und Amtsgericht Frankfurt (Oder) von Dolgelin, Blatt 345, Flur 3, Flurstück 176
und Amtsgericht Frankfurt (Oder) von Dolgelin, Blatt 346, Flur 3, Flurstück 174
und Amtsgericht Frankfurt (Oder) von Dolgelin, Blatt 348, Flur 3, Flurstück 173
Belastungen im Grundbuch
Blätter 301, 302, 344, 345, 346 und 348

Abt. II: Keine Eintragungen.

Abt. III: Keine Eintragungen.
Nutzungsart Vertragsfrei
Aussage Bauamt
Die Amtsverwaltung Seelow-Land teilt dem Auktionshaus im Schreiben vom 18.02.2019 mit, dass die Flurstücke im Außenbereich gemäß § 35 BauGB liegen und sich im Geltungsbereich eines rechtskräftigen Flächennutzungsplanes befinden, mit der Ausweisung als Landwirtschaftsfläche, eingezäunt und bebaut mit einer Sendeanlage. Das Objekt steht nicht unter Denkmalschutz und liegt nicht in einem Natur- bzw. Landschaftsschutzgebiet. Erschließungskosten im Sinne des BauGB und/oder Ausbaubeiträge nach dem Kommunalabgabengesetz fallen im Jahr 2019/2020 nicht an.

Im Schreiben vom 25.04.2008 teilte das Amt Seelow-Land dem Veräußerer unter anderem Folgendes mit: etwa 1,8 ha aufgeschüttetes Gelände, mittlerweise Grünfläche. Wird zurzeit mit Weidung von Schafen sauber gehalten. Grundstücke sind verkehrsrechtlich über die Gemeindestraße erschlossen.
Im Schreiben vom 05.12.2018 bestätigte das Amt Seelow-Land dem Veräußerer, dass die Auskunft vom 25.04.2008 weiterhin Bestand hat.

Der Landkreis Märkisch-Oderland teilte dem Veräußerer im Schreiben vom 26.10.2018 mit, dass für die Flurstücke keine Eintragungen im Baulastenverzeichnis des Landkreises Märkisch-Oderland vorhanden sind.

Im Schreiben vom 26.11.2013 teilte der Landkreis Märkisch-Oderland dem Veräußerer mit, dass zum gegenwärtigem Zeitpunkt auf den Flächen keine Altstandorte, Altlastverdächtige Flächen sowie Altablagerungen im Altlastenkataster registriert sind. Bei den Flurstücken handelt es sich um Kampfmittelverdachtsflächen.

Der Zentraldienst der Polizei Brandenburg, Kampfmittelbeseitigungsdienst (KMBD) teilte dem Veräußerer im Schreiben vom 04.07.2018 mit, dass die Flurstücke sich in einem Gebiet befinden, in dem eine Kampfmittelbelastung bekannt ist. Die nur wenige Meter östlich entfernte Bahnlinie war im 2. Weltkrieg Hauptkampflinie. Der gesamte Bereich war mit Stellungssystemen und Verteidigungseinrichtungen durchzogen, die umfangreichen Beschuss unterlagen. Kampfmittelräumungsmaßnahmen und zahlreiche Zufallsfunde (Einzelfundstellen) an Kampfmitteln und Munition im Großraum Dolgelin bestätigen diese Feststellungen. Eine pauschale Kampfmittelfreiheitsbescheinigung für die Flurstücke ist daher nicht möglich und nur im Ergebnis flächendeckender Kampfmittelräummaßnahmen erreichbar.

In der E-Mail vom 10.07.2018 teilte das Regionale Kontaminationsmanagement der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben dem Veräußerer Folgendes mit: Die Flurstücke liegen in einem Gebiet, der im April 1945 stark umkämpften Panzerabwehrstellung des ersten Verteidigungsstreifens der Seelower Höhen. Die Panzerabwehr erfolgte unter anderem durch Minensperren, Geschützstellungen und Panzergräben. Die hier erfolgten schweren Kämpfe zwischen der Wehrmacht und der Roten Armee fanden besonders entlang der Straße Dolgelin - Sachsendorf statt und konzentrierten vor der Einnahme von Dolgelin in den Stellungen entlang der östlich angrenzenden Bahnlinie Frankfurt - Seelow.
Weiterhin erfolgte eine Akten- und Literaturrecherche im Auftrag des NLBL - Leitstelle des Bundes für Kampfmittelräumung - durch die Luftdatenbank Carls (im Jahr 2016). Im Ergebnis wird zusätzlich zu den bereits gewonnenen Erkenntnissen festgestellt, dass neben den Bodenkämpfen auch taktische Luftangriffe erfolgten.
Informationen zu eventuell erfolgten Kampfmittelräumungsmaßnahmen im Rahmen der Errichtung der NVA Sendeanlage liegen nicht vor. Der Vergleich des Digitalen Geländemodells aus einer Laserscanbefliegung (Brandenburg-Viewer) mit den Flurstücken und dem Gebäudebestand zeigt, dass entlang des südwestlichen und südöstlichen Zaunverlaufs, auf dem Flurstück 175, im Bereich des bestehenden Gebäudes, Geländeerhöhungen erfolgten. Es ist zu vermuten, dass es sich um Auffüllungen zur Herstellung eines ebenen Geländes im Zuge der Errichtung der NVA-Sendeanlage handelt. Daraus wäre zu vermuten, dass teilweise eine Überdeckung der Geländeoberkante von 1945 erfolgte. Die Zusammensetzung, die Schichtdicke des Auffüllhorizontes und dessen Kampfmittelfreiheit kann historisch nicht ermittelt werden.
Zusammenfassend besteht auf den Flurstücken ein Kampfmittelverdacht aus den Verursachungsszenarien Luftangriffe und Bodenkämpfe. Bei Bodeneingriffen muss mit hoher Wahrscheinlichkeit mit dem Antreffen von Kampfmittel gerechnet werden.
Eine vollflächige Kampfmittelräumung oder weiter gehende Untersuchungen sind aufgrund der Vegetation und der teilweisen Bebauung unverhältnismäßig.
Eine Gefahr im nutzungsparallelen Zustand wurde seitens der Ordnungsbehörde nicht formuliert und besteht auch aus Sicht des Regionalen Kontaminationsmanagements nicht. Die gesamte Fläche der Seelower Höhen liegt innerhalb der Kampfmittel-Verdachtsflächenkartierung des KMBD Stand 2017.
Im Falle von Bodeneingriffen muss zur Sicherstellung des Arbeitsschutzes eine vorangehende oder eine baubegleitende Kampfmittelsondierung erfolgen. Die Genehmigungsfähigkeit von Bauvorhaben im Kampfmittel-Verdachtsgebiet richtet sich nach den Vorgaben des zuständigen Bauordnungsamtes.
Makrolage
Lindendorf ist eine Gemeinde im Landkreis Märkisch-Oderland in Brandenburg und wird vom Amt Seelow-Land verwaltet. Die Gemeinde liegt am Rande des Oderbruchs, etwa 22 km nordwestlich von Frankfurt (Oder).

Durch die Gemeinde verläuft die B 167 von Bad Freienwalde nach Frankfurt (Oder).

Die Ortsteile Dolgelin, Libbenichen, Neu Mahlisch und Sachsendorf gehören zu Lindendorf. Inl Dolgelin befand sich der geografische Mittelpunkt des Freistaates Preußen.
Mikrolage
Das Verkaufsobjekt befindet sich im Ortsteil Dolgelin, nordöstlich außerhalb des Ortskerns, an der Siedlerstraße.

Unweit östlich befindet sich eine Bahnlinie. Die Umgebung besteht überwiegend aus Landwirtschaftsflächen.
Sanierungsgebiet
nein
Denkmalschutz
Nein
Erschließung
Der Verkaufsgegenstand liegt an der Siedlerstraße, die ortsüblich erschlossen ist.

Gemäß Auskunft des Wasser- und Abwasserzweckverbandes Seelow vom 12.12.2013 an den Veräußerer sind die Flurstücke nicht an das öffentliche Trinkwasserversorgungs- und Abwasserentsorgungsnetz angeschlossen. Erschließungsmaßnahmen sind nicht geplant.

Die E.DIA AG teilte dem Veräußerer im Schreiben vom 04.12.2013 mit, dass sich auf dem Flurstück 175 ein Niederspannungs-Altanschluss mit geringer Versorgungsleistung befindet. Dieser ist an das vorgelagerte Versorgungsnetz der Ortslage Dolgelin angeschlossen. Weitere Anschlüsse bestehen seitens der E.DIA AG nicht. Weitere Erschließungsmaßnahmen sind im Bereich der Liegenschaft nicht geplant.
Sonstiges
Bitte beachten Sie, dass eine Aktualisierung / Veränderung der Objektbeschreibung (Detail-Informationen zum Kaufobjekt) bis zum Tag der Zuschlagserteilung möglich ist.

Die Anlage 1 zum notariellen Grundstückskaufvertrag finden Sie unter dem Icon „Drucken“.
Internetadresse Gemeinde www.amt-seelow-land.de
Behörde Amtsverwaltung Seelow-Land, Berliner Straße 31a, 15306 Seelow, Tel.: 033 46/ 804 920
Besichtigung für Kunden
Bitte nehmen Sie für einen Besichtigungstermin Kontakt mit uns auf. Das Auktionshaus weist darauf hin, dass jedes Begehen und Befahren des Objektes auf eigene Gefahr erfolgt und nur mit Zustimmung des Eigentümers erlaubt ist. Die Mitteilung von Angaben durch das Auktionshaus beinhaltet weder eine Zustimmung zum Betreten und Befahren des Objektes noch eine Aussage, dass das Betreten und Befahren des Objektes sicher möglich sind. Die Verkehrssicherungspflicht für das Objekt liegt beim Eigentümer. Das Auktionshaus haftet nicht für etwaige Schäden, die entstehen, wenn Sie das Objekt betreten oder befahren.
Vertragsbestandteile
Die Grundstücksgrenzen sind nur durch eine Grenzfeststellung bestimmbar. Eine Kostenbeteiligung des Veräußerers ist ausgeschlossen.

Die Veräußerung erfolgt ausweislich des jeweiligen Grundbuches frei von Lasten in Abteilung II und III. Hiervon unberührt bleibt die Übernahme weiterer, etwa vorhandener, aus dem Grundbuch nicht ersichtlicher Lasten und Beschränkungen, insbesondere öffentlich-rechtlicher Lasten einschließlich etwaiger Baulasten sowie nicht im Grundbuch einzutragender Rechte an dem Grundstück ohne Anrechnung auf den Kaufpreis.

Soweit Lasten in Abteilung II des jeweiligen Grundbuches eingetragen sind bzw. werden, insbesondere Geh-, Fahr- und Leitungsrechte, sonstige Dienstbarkeiten sowie etwaige Sanierungsvermerke, sind diese von dem Ersteher ohne Anrechnung auf das Höchstgebot als nicht wertmindernd zu übernehmen. Dies gilt auch für Baulasten.

Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben hat das in ihrem Eigentum befindliche Objekt nicht versichert. Der Ersteher wird darauf hingewiesen, dass er für ausreichenden Versicherungsschutz ab dem Tage der wirtschaftlichen Übergabe von Lasten und Nutzen zu sorgen hat. Bis zu diesem Zeitpunkt bleibt die Verantwortung für dieses Grundstück selbstverständlich bei der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben.

Der Verkauf erfolgt - so wie das Objekt steht und liegt - unter Vereinbarung des umfassenden Haftungsausschlusses gemäß Ziffer 5 und 6 der Versteigerungsbedingungen sowie ohne Räumungsverpflichtung des Veräußerers.
Zusammenfassung
Zum Aufruf kommen 5 zusammenhängende Flurstücke mit einer Grundstücksgröße von insgesamt 17.552 m², bestehend aus Flurstück 172 mit 3.698 m², Flurstück 173 mit 3.549 m², Flurstück 174 mit 2.630 m², Flurstück 175 mit 2.644 m², Flurstück 176 mit 2.669 m² und Flurstück 177 mit 2.362 m², jeweils lt. Grundbuchangabe.

Auf den Flurstücken 173 - 177 ist ein Bereich großräumig umzäunt, in dem sich die stillgelegte Sendeanlage der NVA auf erhöhtem Geländeprofil befindet. Die Anlage wurde etwa Ende der 70-iger Jahre errichtet und 1992 wurde das Gelände durch die Bundeswehr aufgegeben.

Es handelt sich bei der Sendeanlage um 1 von 11 Sendestellen im Umfeld der ehemaligen Funksendezentrale Kunersdorf.

Die ehemalige Sendeanlage war mit einer Netzersatzanlage, 2 Sendern im Stahlkessel und einer Erdantenne ausgestattet. Sender und Antenne wurden bereits zurückgebaut.

Das ehemalige Sendegebäude der NVA hat 2 Räume. Ein Raum enthält den Anlagensockel des ehemaligen (Notstrom-) Generators, der andere Raum ist unterkellert und weist im Boden einen Stahlkessel, einen Lüftungsschacht und mit Stahlplatten abgedeckte Betonrinnen mit Stromleitungen auf. Der Deckel des Stahlkessels ist angerostet und lies sich bei einer Besichtigung durch den Veräußerer nicht öffnen. Der Lüftungsschacht ist trocken. Der bauliche Zustand des Gebäudes ist mangelhaft.

Das Grundstück im eingefriedeten Bereich ist verwildert, Baumbewuchs ist vorhanden.

Das Flurstück 172 und teilweise die nicht eingezäunten Grundstücksbereiche der Flurstücke 173-177 werden vertragslos zusammen mit den angrenzenden Landwirtschaftsflächen genutzt. Dem Veräußerer liegt dazu keine vertragliche Vereinbarung vor.

Bei Bodeneingriffen muss mit hoher Wahrscheinlichkeit mit dem Antreffen von Kampfmitteln gerechnet werden. Der Veräußerer weist darauf hin, dass auch agrarische Nutzungen bereits entsprechende Bodeneingriffe darstellen können.

Der Veräußerer teilt mit, dass parallel zu dem angrenzenden Feldweg über die Flurstücke 172-176 Stromleitungen zur Versorgung benachbarter Grundstücke verlaufen, die nicht dinglich gesichert sind.

Eine Besichtigung durch das Auktionshaus fand nicht statt. Sämtliche Angaben wurden durch den Veräußerer übermittelt.

Diese Angaben dienen der beispielhaften Wiedergabe des Zustandes. Es besteht kein Anspruch auf Vollständigkeit der Aufzählung.
Kontakt kontakt@dga-ag.de
* zzgl. Auktionscourtage auf den Zuschlagspreis

Ende der Anlage 1 zum notariellen Grundstückskaufvertrag

Bilder 302-0001 - Über 1,7 ha großes Grundstück, bebaut mit stillgelegter Sendeanlage der NVA

Verkaufsobjekt
Ehemaliges Sendegebäude
Ehemaliges Sendegebäude
Verkaufsobjekt
Innenansicht - Raum mit ehemaliger (Notstrom-) Generator
Innenansicht - Raum Sendeanlage
Innenansicht - Stahldeckel und Lüftungsschacht
Innenansicht - Blick in den Lüftungsschacht
Lageskizze
Lageskizze 1
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